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Praxisabgabe 1/2013

Liebe Patienten,
für Ihr Vertrauen möchte ich mich sehr bedanken.

Ihr Dr. M. Haumer

Prostatavergrößerung

Lage der Prostata

Sie liegt unterhalb der Blase und umgibt die davon abgehende Harnröhre kranzförmig

Ursache der Prostatavergrößerung:

Das Prostatadrüsenwachstum ist abhängig von den männlichen Sexualhormonen und seinem Stoffwechselabkömmling Dihydrotestosteron. Eine altersbedingte ab dem 45. Lebensjahr einsetzende Verschiebung der Hormonproduktion (Testosteron/Östrogen) wird als Ursache für das überschießende Alterswachstum angesehen, insgesamt ist die Ursachenforschung aber noch nicht abgeschlossen.

Symptome:

  • Häufiger und immer stärkerer Harndrang, der die Alltagsaktivitäten  der Pat. zunehmend  beeinträchtigt (z.B. Reisen, Theaterbesuche), außerdem wegen des Harndrangs Reduktion der Trinkleistung
  • Gestörte Nachtruhe durch gehäuftes nächtliches Wasserlassen:
    Wegen Durchschlafstörung mit Tagesmüdigkeit Neigung zu Depressionen (oft bei gleichzeitigem Testosteronmangel, Selbstdiagnose: AMS-Fragebogen) und erhöhte Anfälligkeit für Herzkrankheiten.
  • Gehäuftes Auftreten von Libido- und Erektionsstörung, Abnahme der Sexualaktivität mit Auswirkung auf die Partnerbeziehung
  • Erschwertes Wasserlassen mit Restharngefühl, wobei wegen des schleichenden Verlaufes die Symptome oft nicht wahrgenommen werden
  • Vermehrtes Auftreten von Harnwegsinfekten  kann zu chron. Prostatitis führen, wodurch das Prostatakrebsrisiko ansteigt.

Diagnostik:

Als Basisuntersuchung erfolgt Urin-Check sowie Ultraschall,  ggf. zusätzlich mit hoch auflösender Spezialsonde vom Enddarm aus.  Bei unklarem Befund zur Abgrenzung vom Prostatakrebs ist  PSA-Bestimmung sowie Einsatz von Farbduplex-Sonographie angezeigt. Zur Erfassung des Beschwerdebildes und zum Selbsttest  wird IPSS-Fragebogentest eingesetzt.

Therapie:

Wegen des fortschreitenden Wachstums und des chronischen Verlaufs sollten therapeutische Maßnahmen möglichst früh erfolgen. Die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung gestaltet sich  abhängig vom Ausmaß der Veränderung mehrstufig (medikamentös/operativ)

Medikamentöse Therapie:

Effektiv erweisen sich im Wesentlichen zwei Wirkstoffgruppen:

Alpha-Rezeptorenblocker (Tamsulosin/Alfuzosin), die den Blasenauslaßwiderstand senken und somit das Wasserlassen
verbessern aber das weitere Wachstum der Drüse nicht verhindern.

5-Alpha-Reduktasehemmer  (Finasterid/Dutasterid), die das wachstumsfördernde  Dihydrotestosteron von der Drüse fernhalten und zu gewisser Volumenreduktion (allerdings nur unter Medikation) führen. Beide Stoffe können auch in Kombination verabreicht werden. Bei unzureichendem Ansprechen (z.B. ausbleibender Restharnverringerung) oder Auftreten von Nebenwirkungen (Blutdrucklabilität/Libidostörung)  wird im Allgemeinen zur Operation geraten.


Download zum Thema Prostatavergrößung

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema.

IPSS Fragebogen

IPSS Fragebogen (Prostata)

Download: Pdf Fragebogen ( 15 kB )
Testosteron Fragebogen

AMS Testosteron Fragebogen

Download: PDF Fragebogen ( 20 kB )
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